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Berühmte Raber

Markantun de Dominis - Geistlicher, Abtrünniger und Mann der Wissenschaft
(Rab,1560. - Rim, 8. rujna 1624.)

Marcantun de Dominis z.B.. Marco Antonio de Dominis wurde 1560 (das genaue Datum ist nicht bekannt) auf der Insel Rab geboren (der lateinische Name der Insel ist Arbe). Sein Vater Jerko de Dominis erwarb sein Doktorat der Rechte in Padua und arbeitete als Rechtsanwalt in Venedig. Marco Antonio zeigte schon früh Begeisterung und Talent für das Lernen und wurde daher an das Collegium Illyricum der Jesuiten in Loreto gesendet, wo er auch in den Orden der Jesuiten eintrat. Später verließ er den Orden (und wurde schließlich ein Apostat), aber nicht bevor, die er die volle Ausbildung hatte. Danach studierte er in Verona. 1588 ging er nach Padua um Mathematik zu unterrichten. Er verbrachte in Padua zwei sehr erfolgreiche Jahre, wo seine Vorträge viele Studenten anzogen. Nachdem die Hochschule der Jesuiten in Padua geschlossen wurde, ging Dominis nach Brescia, wo er Rhetorik, Logik und Philosophie unterrichtete.

Was de Dominis in das Scheinwerferlicht der europäischen öffentlichen Meinung holte, war seine Rolle in dem Konflikt zwischen Rom und der Republik Venedig, der 1606 wegen des Versuchs des Papstes ausbrach, seine Autorität über das Gesetz zu stellen.
Er stellte sich auf die Seite Venedigs, auf dessen Territorium er lebte.
Dieser Umstand, zusammen mit einer Korrespondenz mit Fra Paolo Sarpi und den Konflikten mit seinem Klerus und anderen Bischöfen, gipfelte im Verlust eines wichtigen finanziellen Teiles für die römische Kurie, führte dazu daß er sein Amt 1615 zugunsten eines Verwandten aufgab und schließlich nach Venedig ging.

Bedroht durch die Inquisition, bereitete er sich darauf vor ein Apostat zu sein und trat mit dem englischen Botschafter nach Venedig, Sir Henry Wotton, in Verbindung und erhielt die Zusicherung in England willkommen zu sein, wenn er durch seine Erzdiözese exkommuniziert würde.
Er ging 1616 nach England.
Auf seinem Wege dorthin, veröffentlichte er in Heidelberg einen heftigen Angriff auf Rom: " Scogli del Cristiano naufragio " (" der Felsen von christlichem Schiffbruch "), der später in England neugedruckt wurde.
Eine der interessantesten Aussagen in diesem Dokument ist das Bekenntnis de Dominis, den es immer dazu zog, verbotene Literatur zu lesen - daß er glaube, daß sie etwas an Wahrheit enthalten muß.
Dieser ein Standpunkt veranschaulicht bewundernswert die Unabhängigkeit des Denkens von de Dominis.Nach seinem Abfallen von Rom ist de Dominis am 26. Dezember 1616 mit großem Pomp in London angekommen - dem Jahr, in dem Shakespeare gestorben ist - und wurde von James I mit geöffneten Armen empfangen.


Er quartierte ihn beim Erzbischof von Canterbury ein, ersuchte die anderen Bischöfe, ihm eine Pension zu zahlen und bewilligte ihm die Nachfolge für den Erzbischof von Canterbury und von York. Vier Tage nach dem großartigen Willkommen, stand de Dominis, nach dem Protokoll der damaligen Zeit, an der fünften Stelle in der Hierarchie nach König James.

Er trat in London zur anglikanischen Kirche über und wurde 1618 Master im Savoy Hospital, dann Rektor dieser Kapelle und 1619 Dekan von Windsor.

1617 lehrte er in Cambridge und in Oxford.
De Dominis schrieb eine Anzahl von anti-Rom Predigten, die in seinem Hauptwerk veröffentlicht sind, "De Republica Ecclesiastica contra Primatum Papae (Gedruckt: Vol. 1, 1617; Vol., II, 1620, London; Vol., III, 1622, Hanover)
Er beteiligte sich und unterstützte die Konsekration von George Montaigne als Bischof von Lincoln, am 14. Dezember 1617.
De Republica Ecclesiastica war nicht nur gegen die päpstliche Sicht und die kirchliche Verwaltung gerichtet, sondern auch gegen einige Lehren der Kirche. Seine zentrale Aussage war, daß die Kirche auf einer föderalen Grundlage reorganisiert werden sollte, anstatt ausschließlich zentral gesteuert zu werden. Das Buch wurde, überall in Europa, als eine außergewöhnlich wichtige Arbeit der Theologie, mit Beifall begrüßt, da sie der Autorität der katholischen Kirche einen schweren Schlag versetzen würde.

Er war auch wegen seiner Arbeiten in der Physik und in der Optik sehr bekannt. Dominis führte zahlreiche Experimente mit vom ihm selbst herstellten Geräten aus, meist Glasschüsseln, die mit Wasser gefüllt wurden.
1611 veröffentlichte er in Venedig eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel: "Tractatus de radiis visus et lucis in vitris, perspectivis et iride", die die Objektive, Ferngläser, Linsen und den Regenbogen behandelte. Er erklärte die Theorie des Fernglases und die Erscheinung des Regenbogens. Er entdeckte einige Eigenschaften des Lichtes (Brechung) und erklärte so die Farben des Regenbogens - mit der Theorie des Regenbogens lenkte er die Aufmerksamkeit auf die Tatsache, daß in jedem Regentropfen das Licht zwei Brechungen und dazwischen eine Reflexion erfährt.
Isaac Newton zitierte Ihn zweimal in seiner Arbeit " Optik ", aber Historiker meinten, daß de Dominis von ihm zu viel des Lobes erhielte und schrieben die Verdienste Descartes zu, weil de Dominis nicht die Entstehungsgeschichte des „äusserlichen“ Regenbogens erklärte.
Obwohl er heute kaum bekannt ist, hatte de Dominis einen sehr großen Einfluß auf die Gemeinschaft der Wissenschafter des 17. Jahrhunderts.

Sobald er aus England heraus war, wurden seine Angriffe auf die englische Kirche so heftig, wie sie es einst auf die römische gewesen sind , und in " Sui Reditus ex Anglii Consilium " (Paris, 1623) widerrief er alles, was er in seinem "Consilium Profectionis " (London, 1616) geschrieben hatte und erklärte, daß er absichtlich in allem gelogen hatte, was er gegen Rom gesagt hatte.
Nach einem Aufenthalt von sechs Monaten in Brüssel fuhr er nach Rom weiter. Er wurde gut in Rom empfangen und gebeten seinen Wiederruf vor einem Kardinal zu wiederholen und ihn in Form einer Broschüre zu veröffentlichen. Dieses diskreditierte ihn vollständig sowohl bei englisch und anderen Protestanten und auch bei vielen katholischen Gegnern der weltlichen Macht des Papstes.
Der venetianische Senat verbot die Verteilung der Flugschrift in seiner Republik.

Die Kongregation des hl. Offiziums entschied, daß ihm erst nach erfolgter Buße und dreifachem Abschwören vor der Inquisition in der Peterskirche, mit dem Strick um den Hals und im Büßergewand vor dem Konsistorium Absolution zuteil werden solle.
Nach dem Tod Gregors XV. († 8.7. 1623), seines alten Freundes und Beschützers, wurde de Dominis verhaftet und der Inquisitionsprozeß neu eröffnet, vor dessen Abschluß er aber in der Engelsburg starb.
Man gab ihm drei Monate Zeit, um seine Verteidigung vorzubereiten, da man ihn des Rückfalles in die Ketzerei beschuldigte. Er wurde aber ernsthaft krank und starb am 8. September 1624.
Sein Fall wurde nach seinem Tod fortgesetzt. Er wurde zu einem rückfälligen Heretiker erklärt.
Sein Körper wurde zusammen mit seinen Arbeiten am 21 Dezember 1624. auf dem Campo di Fiori Platz verbrannt.

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